Positive Entwicklung bei Straßenverkehrssicherheit kein Anlass zur Entspannung
02 March 2010
 | National Charter Tour

 
Dass Deutschland bei der Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit in der Europäischen Union zu den vier erfolgreichsten Ländern zählt, hat nicht dazu geführt, dass effektiven Verkehrssicherheitsmaßnahmen weniger Bedeutung beigemessen wird. Nun heißt das Land am 2. März 2010 in Berlin die „Nationale Charta-Tour“ der Europäischen Charta für Straßenverkehrssicherheit willkommen.
 
Deutschland gehört mit Schweden, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich zu den erfolgreichsten Ländern in Sachen Straßenverkehrssicherheit und weist mit 49 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner bei einem europäischen Durchschnittwert von 71 eine der niedrigsten Raten des Kontinents auf. Seit 2001 konnte die Anzahl der Verkehrstoten zudem um 42 % gesenkt werden, was ebenfalls einen EU-Spitzenwert (Durchschnitt 35) darstellt.[1]
 
In ganz Europa sterben zurzeit jährlich rund 35 000 Menschen bei Verkehrsunfällen, wobei die Straßenverkehrssicherheit kein Thema ist, das statistisch definiert werden könnte; den Unterschied machen vielmehr die getroffenen Maßnahmen, die kontinuierlichen Anstrengungen oder punktuellen Beiträge, die positiv zur Reduzierung der Unfälle und Unfallopfer beitragen. In der Hoffnung, die Zahl der Verkehrstoten auf Europas Straßen weiter zu reduzieren, setzt die Europäische Charta für Straßenverkehrssicherheit ihre Bemühungen um die Unterzeichnung der Charta durch lokale, regionale und nationale Akteure in allen EU-Ländern fort.
 
Auch in Deutschland ist die Straßenverkehrssicherheit natürlich weiterhin ein Thema, vor allem im Hinblick auf junge Autofahrer und Fußgänger über 65 Jahren, die 50 % der Verkehrstoten ausmachen.[2] Auf solche Themen und Statistiken können Organisationen und andere Akteure eigentlich nur reagieren, indem sie Maßnahmen zur Straßenverkehrssicherheit ergreifen oder ihre bereits ergriffenen Maßnahmen fortführen. Wer die Europäische Charta für Straßenverkehrssicherheit unterzeichnet, verdeutlicht damit sein Engagement für eine Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten auf Deutschlands und Europas Straßen mit konkreten Plänen für Straßenverkehrssicherheitsmaßnahmen.
 
25 deutsche Organisationen werden den Besuch der „Nationalen Charta-Tour“ in Berlin dazu nutzen, ihr Engagement durch die Unterzeichnung der Europäischen Charta für Straßenverkehrssicherheit in Anwesenheit von Walter Nissler, Fachreferent der GD Tren der Europäischen Kommission, Matthias Petschke, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin, Dr. Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), und Björn Dosch, Leiter des Ressorts Verkehr (VEK) des ADAC, unter Beweis zu stellen.
 
Die feierliche Unterzeichnung der Europäischen Charta für Straßenverkehrssicherheit findet am 2. März 2010 um 10.00 Uhr in der Vertretung der Europäischen Kommission, Unter den Linden 78, 10117 Berlin, statt.
 
Neben der Unterzeichnung der Europäischen Charta möchte die Europäische Kommission die Meinung der Bürger in dem jeweiligen europäischen Land zum Thema Verkehrssicherheit hören. Am Abend vor der Unterzeichnungszeremonie findet ein Bürgerforum statt, zu dem alle Interessenten eingeladen sind, die Ihre Ideen mit der Europäischen Kommission teilen möchten.
 
Für weitere Informationen oder die Vereinbarung von Interviews
setzen Sie sich bitte mit Frau Vladimirska in Verbindung:
E-Mail: tania.vladimirska@paueducation.com
Tel.: (+34) 933 670 434
Besuchen Sie unsere Website: www.ersccharter.eu


[1] Quelle: DG TREN, Europäische Kommission
[2] Idem
 

Germany  | 16 Feb 2010
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